Bei der Aufnahme eines Kleinkredites gibt es sehr große Unterschiede. Nicht nur der Nominalzinssatz spielt eine Rolle, auch eventuell anfallende Gebühren sollten von dem Kreditnehmer betrachtet werden.
In der heutige Gesellschaft ist es nicht unüblich, Konsum über einen Kleinkredit zu finanzieren. Viele Geschäfte bieten eine Finanzierung des Kaufpreises sofort mit an, denn dadurch wird eine Umsatzsteigerung erwartet. Die Kaufhäuser arbeiten meistens mit einem Kreditinstitut zusammen, welches sich auf Ratenkredite spezialisiert hat. Beide Unternehmen profitieren von so einer Kooperation. Das Geschäft über höhere Umsätze und die Bank über eine neue Kundenbeziehung.
Nicht immer ist es aber ratsam, den Kredit sofort im Geschäft zu unterschreiben. Dem Kunden wird der Kreditvertrag natürlich sehr leicht gemacht. Außer seinem Personalausweis und eventuell ein bis drei Gehaltsnachweisen benötigt er keine Unterlagen. Die Kreditentscheidung wird noch im Geschäft getroffen, sofern der Kunde einen Blick in die Auskunft gestattet. Meistens ist es für den Kunden ratsam, sich weitere Angebote einzuholen. Nicht allein ein günstiger Nominalzins ist wichtig für den Kredit. Der Nominalzins wird übrigens von den meisten Banken als Jahreszinssatz angeboten, einige wenige Institute geben einen Monatszins an. Der zukünftige Kreditnehmer sollte sich auch die Kosten und Gebühren ansehen, die mit der Aufnahme des Kredites verbunden sind. So nehmen die meisten Kreditinstitute eine sogenannte Bearbeitungsgebühr, die im Normalfall zwischen 1 und 3,5 Prozent beträgt. Weiterhin arbeiten einige Banken mit einer Gebühr für die Kontoführung. Alle Kosten und Gebühren, die bei der Kreditaufnahme entstehen, fließen in den sogenannten effektiven Jahreszins ein. Dieser Effektivzinssatz lässt einen Vergleich unter den unterschiedlichen Angeboten zu, denn er gibt Auskunft über die gesamte Kostensituation. Je geringer der Effektivzinssatz ist, desto günstiger ist das Angebot.
Weiterhin sollte der Kunde auf die Laufzeit des Kredites achten. Je kürzer die Laufzeit ist, desto höher ist die zu zahlende monatliche Rate. Hier sollte der Kreditnehmer auf seine finanziellen Möglichkeiten schauen und nicht mit einer ihn überfordernden Rate rechnen. Einige Institute locken einen Kunden mit sehr günstigen Nominalzinssätzen, die dann aber nur für eine Laufzeit von 12 Monaten gelten.